Projekt 9: Transkutane Rückenmarkstimulation

Transkutane Rückenmarkstimulation (tSCS) bei HSP

Zahlreiche HSP-Betroffene haben eigene, gute Erfahrungen mit dem Mollii Suit gesammelt. Bei der Nutzung dieses Anzugs werden Haut-Nerven am gesamten Körper stimuliert. Das Förderprojekt, das wir an der Universitätsklinik zu Erlangen unterstützen, regt jedoch ganz gezielt die bei uns betroffenen Nerven im Rückenmark an. Diese Spinalnerven können mit Klebe-Elektroden auf d er Haut stimuliert werden. Das ist die transkutane Rückenmarkstimulation, tSCS. Bei der tSCS werden Haut-Nerven nicht unspezifisch am gesamten Körper stimuliert, wie beim zuvor erwähnten Mollii Suit. Dieses Verfahren aktiviert sehr gezielt die lumbalen Bereiche, d.h. die Spinalnerven für die Beine.

Das Förderprojekt zielt auf folgende Fragestellungen ab:

  1. Verbessert gezielte transkutane Rückenmarkstimulation die Gangstörung bei HSP?
  2. Verbessert gezielte transkutane Rückenmarkstimulation die Blasenstörung bei HSP?
  3. Welche HSP-Betroffenen profitieren besonders von der transkutanen Rückenmarkstimulation?
  4. Welche Behandlungsdauer und -intensität ist bei HSP nötig, um Therapie-Effekte zeigen zu können?

An der Studie sollen zunächst 10 HSP-Betroffene teilnehmen. Sie sollen aus der bayerischen Region Nürnberg / Erlangen kommen, da sie während der Laufzeit der Studie einige Male nach Erlangen anreisen werden. Weitere Einschlusskriterien für interessierte HSP’ler werden im Forum „Ge(h)n mit HSP“ rechtzeitig bekannt gegeben.

Das Vorhaben hat eine geplante Laufzeit von zwei Jahren. Zur Realisierung wird ein Finanzvolumen von 65.000 Euro benötigt. Der Förderverein für HSP-Forschung wird dieses Projekt mit einem Betrag von 50.000 Euro unterstützen. Die weiteren 15.000 Euro steuert die Uniklinik zu Erlangen aus eigenen Mitteln bei und zeigt damit die Bedeutung dieser Studie eindrücklich auf.

Sollten sich positive Effekte der individualisierten tSCS in der HSP-Kohorte zeigen, wäre dies die Grundlage für eine größere Zulassungs- Studie zur tSCS-Intervention bei HSP und somit ein wichtiger Beitrag zur symptomatischen Therapie bei HSP.

Wir stellen auch zu dieser Förderung den Fortschritt des Projekts regelmäßig vor. Das wird sowohl in Form von Livepräsentationen der beteiligten Forscher wie auch in Form schriftlicher Berichte erfolgen. Natürlich werden wir auch den Stand der gewonnenen Spenden in einem Schaubild zeigen, das wir regelmäßig aktualisieren wollen. Damit soll erreicht werden, dass sich jeder HSP’ler stets über den aktuellen Finanzstatus des Projekts informieren kann. Es sei auch an dieser Stelle deutlich herausgestellt, dass dieses wichtige Projekt nur durch solche Spenden finanziert werden kann, die HSP-Betroffene organisieren oder selbst geben.

Aktuelles zum Projekt

An dieser Stelle sei auf die folgenden Beiträge zum Forschungsprojekt verwiesen: