Axon-spezifische Transkriptom- und Proteomanalyse in humanen Neuronen“

Bei der HSP kommt es zu einer fortschreitenden Schädigung der langen motorischer Nervenbahnen, der Axone, im Rückenmark. Dadurch entstehen die Spastik und die Bewegungsstörung. Das neue Förderprojekt am Universitätsklinikum Tübingen untersucht krankheitsrelevante Prozesse in Nervenzellausläufern bei drei häufigen autosomal-rezessiven HSPs: SPG7, SPG11 und SPG15. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche molekularen Veränderungen in den langen Nervenzellausläufern – den sogenannten Axonen – stattfinden, die bei der HSP besonders früh und stark betroffen sind. Zu dem Zweck werden die Transkriptom- und die Proteomanalyse in Axonen untersucht um zu verdeutlichen, wie Nervenzellen ihre Proteine direkt vor Ort herstellen.
Das Bild oben zeigt die Analyseebenen
- Transkriptomanalyse (RNA-Seq): Hierbei wird die mRNA-Zusammensetzung im Axon untersucht. Die Grafik zeigt verschiedene mRNA-Stränge, die sequenziert werden, um zu bestimmen, welche genetischen Informationen für den Transport bereitstehen.
- Proteomanalyse (LC-MS/MS): Mithilfe der Massenspektrometrie wird die Gesamtheit der tatsächlich vorhandenen Proteine im Axon identifiziert und quantifiziert.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, zentrale Krankheitsmechanismen besser zu verstehen. Gleichzeitig könnten daraus neue Ansatzpunkte für Therapien entwickelt werden, was für uns alle ausgesprochen positiv wäre.
Das Vorhaben hat eine geplante Laufzeit von zwei Jahren. Der Förderverein für HSP-Forschung wird dieses Projekt mit einem Betrag von 50.000 Euro unterstützen. Die darüberhinausgehenden, erheblichen Finanzmittel steuert die Uniklinik Tübingen aus eigenen Mitteln bei und zeigt damit die Bedeutung dieser Studie eindrücklich auf.
Wir stellen auch zu dieser Förderung den Fortschritt des Projekts regelmäßig vor. Das wird sowohl in Form von Livepräsentationen der beteiligten Forscher wie auch in Form schriftlicher Berichte erfolgen. Natürlich werden wir auch den Stand der gewonnenen Spenden in einem Schaubild zeigen, das wir regelmäßig aktualisieren wollen. Damit soll erreicht werden, dass sich jeder HSP’ler stets über den aktuellen Finanzstatus des Projekts informieren kann. Es sei auch an dieser Stelle deutlich herausgestellt, dass dieses wichtige Projekt nur durch solche Spenden finanziert werden kann, die HSP-Betroffene organisieren oder selbst geben.

Aktuelles zum Projekt

An dieser Stelle sei auf die folgenden Beiträge zum Forschungsprojekt verwiesen: