HSP-Forschung Grundstock

 
Die Resonanz auf die Spendenaufrufe zu den HSP-Förderprojekten ist überraschend gut. HSP-Betroffene haben ganz eindeutig aufgezeigt, wie wichtig die HSP-Forschung ist und haben sich intensiv für das Gewinnen von Spenden engagiert. Auch an dieser Stelle erneut ein Dankeschön an jeden Aktiven und natürlich an jeden Spender, der selbst nicht von HSP betroffen ist, der aber HSP-Erkrankte kennt.

Weil die Erkrankung HSP nur dann in ihrer Symptomatik beeinflussbar ist, wenn es HSP-Forschung gibt, werden vom Förderverein immer wieder Gespräche geführt, die der Realisierung neuer Projekte dienen. Als ein Ergebnis dieser Beratungen ist zu erkennen, dass sich immer wieder eine finanziell angespannte Situation an Forschungseinrichtungen zeigt, die in der HSP-Forschung tätig sind. War es uns beim Projekt zu den Nonsensemutationen noch gelungen, in intensiven Gesprächen zu erreichen, dass die Uniklinik Tübingen ein Drittel der Gesamtkosten selbst trägt, so wird das nicht immer wiederholbar sein. Bei dem Projekt zu den Nonsensemutationen, das einen Gesamtwert von 100.000 € hat, beträgt unser Anteil rund 67.000 €; die restlichen etwa 33.000 € konnte die Uniklinik als Anschubfinanzierung selbst beisteuern. Jedes Projekt benötigt in der Startphase stets eine solche Anschubfinanzierung. Um zukünftige Projekte sinnvoll starten zu können, haben wir eine Lösung erarbeitet.

Wie zuvor erwähnt, ist nicht jede Uni in der Lage, die anteiligen Kosten in der Startphase für jedes Projekt stets selbst zu tragen. Das muss einfach erkannt und akzeptiert werden. Dennoch dürfen durch diesen Nachteil wichtige Forschungsprojekte für die HSP nicht liegen bleiben. Der HSP-Förderverein will deshalb zukünftig neben den Beträgen, die direkt in das jeweils benannte und beschriebene Projekt fließen, erhaltene Spenden zum Teil in dem so genannten Projekt „HSP-Forschung Grundstock“ sammeln. Das Geld, das in diesen Grundstock fließt, das soll dafür verwandt werden, bei Bedarf die Startphase eines neuen Projekts zu finanzieren oder Spendenengpässe auszugleichen. Natürlich werden auch für den „HSP-Forschung Grundstock“, die erhaltenen Spenden in einer Spendensäule dargestellt. Es ist somit auch hier zu jeder Zeit verfolgbar, wie der Spendenstand aktuell aussieht.

Mit diesem Weg ist eine Lösung gefunden, die es dem Förderverein auch zukünftig erlauben wird, sinnvolle HSP-Forschungsprojekte in einem sechsstelligen Projektvolumen regelmäßig finanzieren zu können. Der Verein wird maximal ein Drittel der Gesamtkosten eines Projekts aus dem neuen „HSP-Forschung Grundstock“ für die Startphase aufbringen. Für die weitere Finanzierung wird es wie bisher darum gehen, die Spendengelder für jedes Projekt einzeln und mit der Hilfe der HSP’ler zu gewinnen. Die vom Förderverein finanzierten Projekte sind und bleiben die Projekte der HSP-Betroffenen. Projekte von HSP’lern und Projekte für HSP’ler!

Der wesentliche Gedanke ist es, auf diesem Weg ein Fundament zu bauen, auf dem auch zukünftig HSP-Forschung möglich bleibt. Sollte jemand seine Spende sehr gezielt für ein bestimmtes Projekt geben wollen, so kann das auf der Überweisung angegeben werden. Solche Wünsche werden selbstverständlich beachtet.